Rechtsnatur des Teilungsanspruchs

Der Teilungsanspruch nach ZGB 604 Abs. 1 verpflichtet, jeden Miterben zur Mitwirkung bei der Erbteilung und damit zu einem Tun. Der Teilungsanspruch ist, weil er kraft Gesetzes begründet ist,

  • eine Legalobligation (gesetzliche Realobligation).

Konsequenzen der Qualifikation des Teilungsanspruchs

Die Qualifikation als gesetzliche Realobligation zeitigt verschiedene Konsequenzen von praktischer Bedeutung:

  • Unverjährbarkeit
  • Keine Verfügbarkeit (über die dingliche Position)
  • Unverzichtbarkeit des Erbteilungsanspruchs
  • Gerichtsstand (letzter Wohnsitz des Erblassers > Nichtanwendbarkeit des Wohnsitzgerichtesstandes der Erben)
  • Subjektwechsel
    • Gesetzlicher Übergang (Ableben eines Miterben) oder
    • Rechtsgeschäftliche Übertragung (Erbanteilabtretung nach ZGB 635 Abs. 1)

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